Anfahrt auf die Gedenkstätte zu
 
Am Eingangstor zum Vorhof des Konzentrationslagers ist eine Gedenktafel angebracht worden:
"ZUR ERINNERUNG AN DIE ANGEHÖRIGEN DER 11. PANZERDIVISION DER 3.US-ARMEE, WELCHE DIE KONZENTRATIONSLAGER MAUTHAUSEN, GUSEN, EBENSEE UND ANDERE IN OSTERREICH GELEGENEN NEBENLAGER IM MAI 1945 BEFREITEN. IHRE OPFER BLEIBEN UNVERGESSLICH."

Auf einer weiteren Gedenktafel heißt es: "AN DIESER STELLE BEFAND SICH VOM JUNI 1938 BIS 5.MAI 1945 DAS KONZENTRATIONSLAGER MAUTHAUSEN. HIER UND IN DEN NEBENLAGERN WURDEN VON DEN NATIONALSOZIALISTISCHEN HENKERSKNECHTEN 122.166 HÄFTLINGE BESTIALISCH HINGEMORDET, DARUNTER (Es folgt eine genaue Aufgliederung, siehe Foto) DAS LAGER WURDE VON DER SOWJETARMEE DER ÖSTERREICHISCHEN BUNDESREGIERUNG AM 20.JUNI 1941 ÜBERGEBEN."
 
General Karbyschew
 
italienische Gedenkmauer mit Bildern von Opfern
 
jugoslawisches Denkmal
 
eine Gedenkmauer mit einem Spruch von Bertolt Brecht, 1933:
"0 DEUTSCHLAND GLEICHE MUTTER!
WIE HABEN DEINE SÖHNE DICH ZUGERICHTET
DASS DU UNTER DEN VÖLKERN SITZEST
EIN GESPÖTT ODER EINE FURCHT ?"
 
Seitenteil der Mauer:
"DEINE SÖHNE
DIE HIER KÄMPFTEN
UND STARBEN,
TRUGEN DEN GLAUBEN
AN DAS WAHRE
DEUTSCHLAND
IN DIE ZUKUNFT"
 
ungarisches Denkmal: "VERGESST NIE"
 
tschechisches Denkmal:
"LIDE BDETE
MENSCHEN
SEID WACHSAM"
 
sowjetisches Denkmal
 
albanisches Denkmal
 
jüdisches Denkmal
 
bulgarisches Denkmal
 
spanisches Denkmal (Republikaner)
 
DDR, Denkmal
 
Eingangstor in das Hauptlager, das "Schutzhaftlager"
 
Eingangstor in das Hauptlager, das "Schutzhaftlager"
 
Das Übersichtsschema verdeutlicht sehr gut die innere Aufgliederung des Konzentrationslagers Mauthausen:
LAGER I: Baracken 1-20 Häftlingsunterkünfte. Die Baracken 2-15 (ab Herbst 1943 auch 16-19) waren für ständig im Lager eingesetzte Häftlinge reserviert. Die Baracken 16-18 resp. 19 dienten jahrelang als Unterkünfte für Neuzugänge (Quarantänelager), in den Jahren 1941/42 sieben Monate lang als "Kriegsgefangenenlager" für sowjetische Kriegsgefangene und im Jahre 1945 als Frauenlager.
Die Baracke 20 (Todesblock genannt) war immer für Kranke (Sonderrevier) oder für solche Häftlinge, die bald getötet werden sollten, reserviert. Im Lager I befand sich noch die Wäscherei- und Küchenbaracken, das Arrestgebäude, das Revier und der Appellplatz.
LAGER II: Baracken 21-24. Zuerst Werkstätten und ab Frühjahr 1944 Häftlingsunterkünfte
LAGER III: Acht Baracken, Häftlingsunterkünfte
KRANKENLAGER: Zuletzt 10 Häftlingsbaracken, eine Waschraum- und Leichenbaracke sowie eine Häftlingsküche. (unten die rotmarkierte Fläche)
ZELTLAGER: Sechs große sowie acht kleinere Ausstellungs- und Militärzelte mit einem Innenflächenraum von etwa 5.212 qm. (oben die gelbmarkierte Fläche)
 
Der Quarantäne-Hof und der Friedhof liegen unmittelbar am Hauptlager Mauthausen. Eine Gedenktafel erinnert: " AUF DIESEM FRIEDHOF RUHEN 2.804 UNBEKANNTE HÄFTLINGE AUS DEN KONZENTRATIONSLAGERN MAUTHAUSEN UND GUSEN, DIE NACH IHRER BEFREIUNG AN ERSCHÖPFUNG GESTORBEN SIND. SIE GABEN IHR LEBEN FÜR DIE FREIHEIT IHRER HEIMAT. GEDENKT IHRER LEIDEN UND OPFER."
 
Quarantäne-Hof
 
Wohn- und Schlafbaracke - Innenaufnahme
 
Wohn- und Schlafbaracke - Innenaufnahme
 
Wohn- und Schlafbaracke - Aussenaufnahme
 
Wohn- und Schlafbaracke - Aussenaufnahme
 
Verbrennungsanlage
 
Gaskammer

Lagergefängnis
 
Desinfektionsraum
 
Kapelle
 
Lagermauer
 
Wachturm
 
Garagenhof
 
186 Stufen in den Steinbruch
 
Skulptur im Eingangssaal des Museums
 
Aufbau des Hauptlagers 1938-1941
 
Häftlingsstand, des Konzentrationslagers Mauthausen und der Nebenlager in der Zeit vom 1.8.02.1944/31.12.1944/15.3.1945
 
SS-Foto: Auf der Flucht erschossen
 
In jedem Brief an die Angehörigen musste der Satz "ICH BIN GESUND, MIR GEHT ES GUT" erscheinen.
 
Erschießung "auf der Flucht" oder Selbstmorde standen auf der Tagesordnung
 
Häftlingskleidung; Metallstäbchen, die in Mauthausen als Marterwerkzeuge verwendet wurden ("Tibetanische Gebetsmühle" genannt)
 
Ein verkrüppelter niederländischer Mittelschullehrer, der im Dezember 1942 in Gusen mittels Herzinjektion getötet und skelettiert wurde, drei Schreiben über Menschenversuche in Mauthausen.
© 2001 Michael Knoke
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