Häftlings- und SS-Bereich grenzten unmittelbar aneinander - lediglich durch einen Zaun getrennt.
Die heutige Grab- und Gedenkstätte umfasst nur einen kleinen Teil des Lagergeländes.

Die auf der Tafel genannte Zahl 5.000 beinhaltet nur die Opfer der so
genannten "Todesmärsche". Sie fanden in den Gräberfeldern ihre letzte Ruhestätte.

Häftlingsbereich des ehemaligen
Konzentrationslagers Flossenbürg

Anfänge / Aufbau

Eine frühe Aufnahme des Lagergeländes. Bei den beiden Steinbauten
links handelt es sich um die Häftlingsküche und die Wäscherei
Ein Detail aus einem zu dieser Zeit aufgenommenen Foto zeigt das
Wachgebäude am Zugang zum "Schutzhaftlager" (Häftlingsbereich).
"Essensappell": Trotz Schwerstarbeit war die Ernährung
der Häftlinge völlig unzureichend.
 
Auszug aus einer "Lagerstärkeliste". Die Ziffern beinhalten u.a. die Gesamtstärke der Wachmannschaften und die gesamte Anzahl der Häftlinge im Hauptlager Flossenbürg und den Außenlagern von Anfang bis Mitte Januar 1945. Wenig später erhöhte sich aufgrund der "Evakuierung" der Konzentrationslager Auschwitz und Buchenwald der Bestand an Wachmannschaften und die Belegung des Lagers mit Häftlingen noch einmal erheblich.
(Quelle: Bundesarchiv Abteilungen Potsdam, Mikrofilm Nr. 14428)
Max Koegel (geb. 1894) war der letzte Lagerkommandant von Flossenbürg. Der Kriegsfreiwillige aus dem Ersten Weltkrieg trat 1932 der NSDAP bei und hatte bei seinem Amtsantritt in Flossenbürg - im Frühjahr 1943 - bereits "Karriere" in anderen Konzentrationslagern gemacht. Koegel, der noch einen "Todesmarsch" in Richtung Straubing leitete, tauchte nach der Befreiung des Lagers unter, wurde aber 1946 aufgespürt und verhaftet. Bei ihm fanden sich die Ausweispapiere eines ehemaligen Häftlings, dessen Identität er angenommen hatte. Max Koegel erhängte sich kurz nach der Verhaftung in seiner Gefängniszelle.
 
 
Die Desinfektion durch die amerikanischen Befreier
gehörte mit zur ersten, ärztlichen Hilfeleistung
 
 
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